Entwickeln Sie ein Teamkonzept

Entwickeln Sie ein Teamkonzept!

Diesmal geht es um die Entwicklung eines Teamkonzeptes. Darüber, wie Sie ein Konzept für Ihre Gruppe oder Abteilung entwickeln, hatte ich bereits geschrieben. Wenn ein solches Konzept besteht, sollte es sich im Teamkonzept spiegeln. Dazu kommen wir später noch. Ansonsten ist ein Teamkonzept ein guter Ausgangspunkt um ein Konzept für die Kunden zu entwickeln.

Die Entwicklung eines Teamkonzeptes wird ein Team besser zusammenschweißen. In dem Konzept werden vor allen informelle Seiten der Teamarbeit festgehalten. Neuen Teammitgliedern erleichtert es den Einstig in das Team. Bei Streitpunkten ist es möglich, auf die Absprachen im Teamkonzept hinzuweisen. Ihnen als Leitung kann ein solches Konzept die Arbeit maßgeblich erleichtern.

Vermeiden Sie bei der Erstellung Ihres Teamkonzeptes möglichst alle Floskeln. Benutzen Sie Verben und verwenden Sie punktgenaue Beschreibungen.

Ihre Aufgabe als Leitung

Bereiten Sie ein Teamkonzept stichpunktartig vor. Machen sie sich zu allen in diesem und im nächsten Artikel aufgezeigten Punkten kurze Notizen. In der Besprechung des Konzeptes sollten sie allerdings viel Freiraum lassen.

Die Teammitglieder des Kernteams (dazu gleich mehr) sind stärker motiviert, wenn es wenige deutliche Vorgaben durch Sie, als Leitung, gibt. Ihre Notizen dienen dazu, keine wesentlichen Punkte zu übersehen.

Teamkonzept, dem Kind einen Namen geben

Wie heißt Ihr Team?

Oftmals gleichen die Namen des Teams denen der Gruppe oder Abteilung. Diese externe Bezeichnung sollen Sie natürlich beibehalten. Sie benötigen diese vor allem für die Präsentation des Teams nach außen.

Für eine Teamgemeinschaft kann es sinnvoll sein, sich einen internen Namen zu suchen. Wenn möglich sollte der Name Ihr Selbstverständnis als Team repräsentieren. Er ergibt sich meist aus dem Zweck oder den Zielen eines Teams.

In Ihrem Teamkonzept sollte dieser Name als Erstes stehen. Dennoch empfiehlt es sich mit der Namensgebung zu warten, bis sie die folgenden Punkte besprochen haben.

Fragen für Ihr Teamkonzept

  • Wie heißt das Team?
  • Was soll dieser Name ausdrücken?

Teamkonzept, wer gehört dazu

Wer gehört zu Ihrem Team?

Das ist vielleicht eine etwas komische Frage. Ist doch klar, wer zum Team gehört und wer nicht. Oder?

Hier geht es auch um das Thema Zugehörigkeit. Sich zugehörig fühlen ist ein wesentlicher Bestandteil zwischenmenschlichen Lebens. Zugehörigkeit gibt Halt und wirkt sich positiv auf die Arbeit aus.

Aus meiner Sicht besteht zum einen ein Kernteam. Das ist das Team von Krankenpflegern, Altenpflegerinnen oder Betreuern, die sich um einen bestimmten Bereich kümmern. Das Kernteam sollte klar und deutlich formuliert werden.

Dann gibt es auf einer Station, Gruppe oder einem Bereich zeitweise Springer. Nicht zu unterschätzen ist die Wirkung von Reinigungskräften oder der Hauswirtschaft. Ich habe aus diesen Bereichen schon oft wertvolle Hinweise bekommen. Es kann der Arbeit zugutekommen, diesen Personenkreis in ein erweitertes Team mit aufzunehmen. Das macht allerdings nur Sinn, wenn es keinen ständigen Wechsel gibt.

Bei einem stärkeren Wechsel würde ich das Reinigungs- und Haushaltungspersonal in den Bereich der Schnittstellen legen. Hierzu kommen wir gleich.

Gerade bei Projektteams ist eine deutliche Abgrenzung wichtig. Sie sollten das Kernteam klar festlegen. Es werden sich, je nach Projekt, immer wieder Personen von außerhalb einbringen. Dieses einbringen, ob positiv oder negativ, kann die Teamgrenzen verwaschen. Irgendwann blickt dann niemand mehr durch, wer eigentlich dazu gehört und wer nicht. Der Informationsfluss stagniert oder ist übertrieben hoch. Beides wirkt sich lähmend auf ein Team aus.

Fragen für Ihr Teamkonzept

  • Wer gehört zum Kernteam? Wer nicht?
  • Gibt es ein erweitertes Team? Wer gehört hierzu?

Teamkonzept und Schnittstellen

Was sind die Schnittstellen?

Ihr Team ist meist ein Teil einer größeren Organisation. Ob es sich um eine Station, eine Gruppe oder den Bereich einer Behindertenwerkstatt handelt. Es gibt wahrscheinlich mehrere Systeme um Sie herum. Die Organisationsleitung, die Bereichsleitung, die Personalabteilung, die Verwaltung, den Hausmeisterdienst … und die Kunden nicht zu vergessen.

Mit allen diesen anderen Systemen wird Ihr Team zusammenarbeiten. Daher macht es Sinn sich mit den Schnittstellen zu beschäftigen und sie möglichst explizit aufzuschreiben.

Kleine Exkursion Kunden

An dieser Stelle empfehle ich Ihnen, den Begriff „Kunde“ zu erweitern. Selbstverständlich haben Sie Kunden, für die Sie zuständig sind. Mitarbeiter in einer Behindertenwerkstatt, Kranke auf einer Station, Bewohner eines Altenheimes oder Jugendliche in einer Wohngruppe.

Ich würde Ihnen empfehlen, Ihre Schnittstellen ebenfalls als Kunden anzusehen. Ihr nächster Vorgesetzter braucht Informationen von Ihnen, um seinen Job gut erledigen zu können. Die Verwaltung benötigt Zahlen, die Personalabteilung Ihre Stundenabrechnung….

Sehen Sie jeden als Kunden an, der etwas von Ihnen benötigt um seine Aufgabe zu erledigen. Ein solcher Gedanke wird Ihren Umgang mit den anderen Systemen erleichtern. Der Kontakt mit einem Kunden ist meist etwas distanzierter. Das erleichtert Situationen, in denen es zu Spannungen oder Konflikten kommt. Darüber hinaus kann es eine angenehmere Atmosphäre schaffen. Hierdurch hab ich schon oft unkompliziert und zwischendurch Unterstützung bekommen, die auf dem „normalen“ Dienstweg deutlich länger gedauert hätte.

Fragen für Ihr Teamkonzept

  • Was sind die Schnittstellen?
  • Welche Aufgaben erfüllen Sie?
  • Was benötigen Sie vom Team um diese Aufgaben erledigen zu können?

Teamkonzept und Mission

Warum gibt es Ihr Team?

An dieser Stelle macht die Frage nach dem „Warum“ sinn. Es geht um die Gründe hinter der Teamentstehung. Jedes Team hat einen Zweck und einen Auftrag. Sonst gäbe es das Team ja gar nicht. Es geht also um die Grundfrage, warum Sie überhaupt ein Team sein sollen.

Je klarer der Zweck des Teams ist umso leichter können sich die Teammitglieder mit den Zielen des Teams identifizieren. Ein deutlicher „Auftrag“ erleichtert den Zusammenhalt im Team.

In den Bereich gehören auch die Herausforderungen, die Ihr Team zu bewältigen hat. Die Herausforderungen werden sich ändern. Das bedeutet für Ihr Teamkonzept, dass es genauso angepasst und überarbeitet werden sollte, wie das Konzept für Ihre Kunden. Die Entwicklung eines Teamkonzeptes ist ein kontinuierlicher Prozess, der nie abgeschlossen ist.

Fragen für Ihr Teamkonzept

  • Was ist der Zweck des Teams? Was ist sein Auftrag?
  • Wie profitiert die Organisation von Ihrem Team? Wie profitieren Ihre Kunden davon?
  • Was sind die Herausforderungen, denen Ihr Team gegenübersteht?

Zusammenfassung

In diesem ersten Artikel zum Teamkonzept ging es um die Bereiche:

  • Name des Teams
  • Teamzusammensetzung / Zugehörigkeit
  • Schnittstellen des Teams
  • Und das „Warum“ – die Identität des Teams

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