Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit

Eine weitere, für mich sehr wichtige Grundannahme ist, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Ob jemand beispielsweise geistig anwesend ist, sehen wir oftmals schon an seiner Körperhaltung. Grund genug, diese Grundannahme jetzt etwas ausführlicher anzugehen.

Nach einer Klärung der Begrifflichkeiten für diesen Artikel möchte ich Ihnen ein paar Vorschläge für Sie persönlich unterbreiten. Anschließend habe ich eine Übung dargestellt, welche die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele deutlich macht.

Abschließen werde ich den Artikel wieder mit Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis.

Eine kurze Begriffsklärung

Über die Verbundenheit von Körper, Geist und Seele, gibt es mittlerweile verschiedene Studien. Einen Link aus der „Zeit“ habe ich unten angefügt. Der Begriff Körper bedarf meines Erachtens hier keine Definition.

Beim Thema „Geist“ gehen wir meist von einem rationalen, bewussten Denken aus. Diese Definition greife ich in diesem Artikel auf. Im weiteren Verlauf werde ich auch von „Gedanken“ oder „Denken“ schreiben.

Den Begriff „Seele“ ist sehr umfangreich und wenig fassbar. Als Abgrenzung zum „Geist“ nutze ich den Begriff „Seele“ für das Thema Gefühle beziehungsweise für Fühlen. Natürlich geht „Seele“ im Allgemeinen weit über den Bereich der Emotionen hinaus.

Körper, Geist und Seele – Der Körper

Körper, Geist und Seele heute

Die Verbundenheit dieser drei (An-) Teile unserer Persönlichkeit nimmt glücklicherweise immer mehr Raum ein. Das ist mit ein Grund, warum alternative Heilungsmethoden, die sich nicht ausschließlich auf den Körper beziehen, stärkeren Einzug in die moderne Medizin halten.

Das Erkennen dieser Einheit aus Körper, Geist und Seele führt au zu dem Boom, den Yoga in den letzten Jahren erlebte. Eine eher europäische Bewegungsart ist Feldenkrais. Leider ist sie nur wenig bekannt.

Körper, Geist und Seele – Der Geist

Körper, Geist und Seele für Sie

An dieser Stelle ist es mir eine Herzenssache Sie für die Dreiteilung zu gewinnen. Achten Sie darauf in Ihrem Leben, wenn möglich sogar in Ihrer Arbeit, Körper, Geist und Seele Ihre Aufmerksamkeit zu schenken! Alle drei benötigen Ihre Beachtung.

Die Aufmerksamkeit wird sich für Sie lohnen. Sie werden sich ausgeglichener fühlen und weniger krank werden. Mit schwierigen Situationen, ob privat oder beruflich, werden Sie besser umgehen können. Ihre Kreativität, beispielsweise im Umgang mit Ihren Klienten, wird sich steigern.

Ein mir bekannter Maler (Künstler) hat durch das Praktizieren von Feldenkrais seine Inspiration ausbauen und sein Werk verfeinern können. Nach seinem Einstieg in diese Bewegungsform ist er ebenso bekannter geworden. Ich muss gestehen, dass ich nicht genau weiß, ob es hier wirklich einen Zusammenhang gibt.

Im Bereich Körper achten Sie auf genug Bewegung. Ihr Körper (wie auch meiner) ist nicht zum Sitzen gedacht. Auf Ihre Ernährung sollten Sie ebenso achten. Ich kann einer guten Currywurst nicht Wiederstehen. Das müssen Sie auch nicht! Um meinen Freund Paracelsus nochmal zu zitieren: „Die Dosis macht das Gift.

Ihren Geist können Sie über die Neugier sehr gut fordern und fördern. Probieren Sie Neues aus. Gehen Sie Tanzen oder Theaterspielen. Beides ist ebenfalls gut für den Körper. Lernen Sie Schach oder eine „neue“ Sprache. Ich denke, Sie wissen, was ich meine.

Für die Seele können Sie etwas tun, indem sie sich Ihren Gefühlen widmen. Lesen Sie ein Buch, welches Sie berührt. Da wären wir im Übrigen schon wieder beim Geist. Schauen Sie sich einen emotionalen Film an. Beschäftigen sie sich mit Themen wie „Glauben“ oder „dem Sinn des Lebens“.

Körper, Geist und Seele – Die Seele

Körper, Geist und Seele, eine Übung

Sie können die Übung im Stehen durchführen. Im ersten Teil ist sie wirkungsvoller für Sie, wenn Sie sich setzen. Den zweiten Teil bitte in jedem Fall stehend durchführen. Bitte lesen Sie sich die Übungsteile zuerst durch und führen Sie danach aus.

Ich bleibe beim Stehen. Stellen sie sich gerade hin. Die Füße parallel zueinander und etwa schulterbreit auseinander. Dann beugen Sie sich bei graden Beinen so weit vor, dass Sie das Gleichgewicht noch halten können. Senken Sie den Kopf und lassen Sie bitte die Schultern hängen. Nun versuchen Sie sich, an eine schöne Situation zu erinnern. Führen Sie die Übung bitte jetzt durch.

Nun richten Sie sich wieder auf. Stellen sich gerade hin. Den Rücken möglichst gerade halten. Die Schultern zurück und den Kopf etwas erhöhen. Wenn Sie die Situation noch weiter ausbauen wollen, und können, heben sie die Arme zu einer Siegerpose. Nun versuchen sie sich an eine Zeit zu erinnern, in denen es Ihnen nicht gut ging.

Die Einheit von Körper Geist und Seele

Ich finde, dass die Übung recht eindrucksvoll zeigt, welch starke Einheit die drei Bestandteile des menschlichen Seins bilden. Den meisten Menschen gelingt es nicht, sich in der gebeugten Situation etwas Positives vorzustellen. Beziehungsweise in der Gestreckten sich ein negatives Bild vor Augen zu holen.

In der humanistischen Psychologie wird diese Wirkung auf uns oftmals als Körpergedächtnis bezeichnet. So können bestimmte Positionen des Körpers sich eben auch auf unsere Stimmungen auswirken.

Ein Lächeln, selbst wenn wir nur so tun, als ob, setzt die gleichen Hormone frei, wie ein tatsächliches Lächeln. Der Unterschied liegt in der Menge. Sie müssen also etwas länger so tun, als würden Sie lächeln, um den Einfluss auf Ihren Körper zu spüren.

Im Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen kann das Wissen um die Einheit von Körper, Geist und Seele sehr hilfreich sein.

Machen Sie sich ein Bild und handeln Sie!

Umsetzen in der Praxis

Sie kennen das bestimmt: Sie hatten einen sehr anstrengenden Tag oder gerade eine fiese Auseinandersetzung. Jetzt steht noch ein wichtiges Gespräch an. Hier können Sie die Verbundenheit von Körper, Geist und Seele für sich nutzen.

Nehmen Sie sich eine kleine Auszeit. Wenn es nicht anders geht, einfach auf der Toilette. Stellen Sie sich dort aufrecht hin und machen eine Siegerpose. Lächeln Sie dabei möglichst breit. Eine noch stärkere Wirkung hat diese Übung, wenn Sie diese vor einem Spiegel durchführen.

Diese Übung versetzt sie in einen ressourcenreicheren Zustand. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie flexibler in Ihren Gedankengängen werden, ist hoch. Probieren Sie es einfach mal aus.

Wenn ich mit Menschen arbeite, die sich eher in einer depressiven Körperhaltung befinden, positioniere ich mich so, dass Sie den Kopf heben müssen, um mit mir zu sprechen. Gerade, wenn sie sitzen, bleibe ich oft stehen. Schon diese kurzen Augenblicke holen diese Menschen etwas aus ihrem Tief.

Mitarbeiter oder Klienten, die sich in einer solchen Position aufhalten, können positive Aspekte von außen meist nicht wahrnehmen. Nichtsdestotrotz sind solche Mitteilungen wichtig. Über einen guten Rapport können Sie die Menschen in einen gefühlsmäßig neutraleren Rahmen führen. Hier werden diese offener für Rückmeldung und Veränderungen sein.

Noch eine kurze Erinnerung zum Abschluss. Wenn Sie richtig gut gelaunt sind, sollten Sie keine Versprechen abgeben. In solchen Situationen neigen wir dazu, uns zu übernehmen.

Weiterlesen

Körper und Seele – nur gemeinsam stark

Hier geht es zur Übersicht der Grundannahmen.

 

Möchten Sie keinen Artikel mehr verpassen? Wollen Sie zusätzlich den Selbstcoachingbrief erhalten? Dann tragen Sie sich doch einfach in den Newsletter ein!

Unser Newsletter informiert Sie über Themen der sozialen Arbeit im Insbesonderen über Themen von Leitungsfunktionen in der sozialen Arbeit. Informationen zu den Inhalten, der Protokollierung Ihrer Anmeldung, dem Versand über den US-Anbieter MailChimp, der statistischen Auswertung sowie Ihren Abbestellmöglichkeiten, erhalten Sie am Ende unserer Datenschutzerklärung.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.