Machen Sie sich ein Bild

Machen Sie sich ein Bild

Machen Sie sich ein Bild! Im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zum Lernen. Damit auch zur Weiterentwicklung. Sie entscheidet dafür, ob sie Informationen aufnehmen, oder ob diese einfach so an Ihnen vorbeiziehen.

Hierfür sollten sie sich entscheiden, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten. Die einfachste Möglichkeit Ihre Entschlusskraft zu bündeln: Machen Sie sich ein Bild von dem, was Sie erreichen wollen.

Die Aussage gilt auch für den privaten Bereich. Im Zusammenhang mit diesem Blog geht es mir um die Teamentwicklung. Machen Sie sich ein Bild, beinhaltet desgleichen Bilder von außen wahrzunehmen. Es geht vor allen Dingen um das Erkennen und Erlernen neuer Fertigkeiten und Strategin.

All, das gilt für Sie, in Ihrer Rolle als Leitung, ihre Mitarbeiter und das Team als Gesamtheit.

Machen Sie sich ein Bild - Veränderungen

Veränderungen in Organisationen

Auch soziale Organisationen neigen dazu, sich oftmals neu zu strukturieren. Leider wird ein solcher Wandel in der Mehrzahl der Fälle von oben vorgegeben. Die Mitarbeiter einzubeziehen ist jedoch die einzige Möglichkeit, der effektiven Wandlung.

Für Veränderungen braucht man Mitarbeiter, die sich verändern wollen und können. Hierzu ist es unumgänglich, die Menschen zu kennen und zu erleben. So können Sie herausfinden, welche Personen einen Wandel unterstützen werden. Für mich ist das eine Form, gelebter Wertschätzung.

Anders ausgedrückt: Machen Sie sich ein Bild von Ihren Mitarbeitern. Nehmen Sie sie mit auf Ihrer Reise in eine veränderte Zukunft.

Seien Sie Vorbild

In der Pädagogik und im Coaching gibt es die Grundaussage „Go first“. Wenn Sie eine Veränderung vornehmen wollen, verändern Sie zuerst sich. Seien Sie ein Vorbild genau für diese Veränderung. Ein solches Vorgehen hat zwei Vorteile.

Zum Ersten zeigen Sie durch Ihre Vorbildfunktion, dass Wandel möglich ist. Sie spornen damit andere an, es Ihnen gleich zu tun. Zum Zweiten vermitteln Sie Sicherheit. Veränderung wird von den meisten Menschen mit Unsicherheit gleichgesetzt. Damit ist sie angstbesetzt. Wenn die Mitarbeiter sich an Ihnen orientieren können, wird deren Sicherheitsbedürfnis genährt. Veränderungen sind so einfacher.

Machen Sie sich ein Bild - Wortwörtlich

Machen Sie sich ein Bild, wortwörtlich

Es gibt hierzu ein spannendes Experiment. Eine Gruppe von Klavierspielern wurde in drei Untergruppen aufgeteilt. Bei allen drei Gruppen wurde die Muskulatur in den Fingern gemessen. Die erste Gruppe sollte jeden Tag eine Stunde Klavier spielen. Gruppe Nummer zwei sollte sich jeden Tag eine Stunde vorstellen, Klavier zu spielen. Nur vorstellen nicht spielen! Die letzte Gruppe durfte eine Woche lang gar nichts machen.

Nach einer Woche wurde die Muskulatur erneut gemessen. Bei der Gruppe, die nichts tun sollte, hatte die Muskulatur abgenommen. Was wenig verwunderlich ist. Genauso sicher ist, dass die Muskulatur der „Spielenden“ Gruppe zugenommen hatte. Sonderbarerweise hatte die „Vorstellungs-“ Gruppe ebenfalls eine stärkere Muskulatur bekommen.

Es gibt dementsprechend zwei verschiedene Möglichkeiten Veränderungen herbeizuführen. Einmal das Handeln an sich. Erstaunlicherweise wirkt die Vorstellung von einer Handlung ebenso. Was glauben Sie, wie weit Sie kommen werden, wenn Sie beides kombinieren? Bilder wirken! Nicht alleine nach außen hin, sondern sogar auf sie selber. Nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft.

Die Wirkung von Bildern liegt unter anderem daran, dass unser Gehirn versucht den Unterschied zwischen Bild und Realität auszugleichen. So nimmt es Hinweise, die in die gewünschte Richtung gehen eher war.

Nehmen wir hier als Beispiel Steve Jobs. Er hatte, nachdem er wiedereingestellt wurde, ein klares Bild von Apples Zukunft. Die hat sich unter seiner Führung deutlich verbessert. Doch bevor er über die Zukunft von Apple nachdachte, hatte er ein deutliches Bild von sich, seiner Zukunft und seiner Entwicklung.

Alle Führungskräfte, die eine erfolgreiche, dem Menschen zugewandte, Firmenkultur erschaffen haben, hatten solch starken, inneren Bilder. Meist waren es Bilder von offenen Umgang, Mitgestaltung und Teamarbeit.

Ziehen sie hier gleich. Machen Sie sich ein Bild! Zuerst von sich!

  • In welcher Organisations- / Teamstruktur wollen sie eine leitende Rolle übernehmen?
  • Wie wollen Sie als Leitung gesehen werden?
  • Was werden Ihre Mitarbeiter über Sie als Leitung sagen?
  • Wie fühlt es sich an, diese Rolle von Leitung zu übernehmen?

Danach, auch ein wenig parallel dazu, kann ein Team- oder Organisationsbild entstehen. Wenn Sie die Grundlage für Ihr Bild gefunden haben, nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit auf die Reise. Die oberen Fragen können Sie sinngemäß übertragen.

Manchmal ist es sinnvoll, nicht mit allen Mitarbeitern gleichzeitig zu starten. Ziehen Sie erst die Mitarbeiter in Ihr Vertrauen, die den Veränderungswunsch am ehesten mittragen können und wollen. Weiten Sie Ihre Gedanken und Bilder dann nach und nach auf die restlichen Mitarbeiter aus.

Betreiben Sie hier keine Geheimniskrämerei. Gehen Sie durchaus offen mit den Themen um. Wenn es Fragen gibt, beantworten Sie diese. Machen sie dabei deutlich, wie wichtig jeder einzelne Mitarbeiter für die Veränderung ist.

Die Grundfrage für Sie, wie auch für Ihre Mitarbeiter ist: „Wie sieht dieses Team, diese Organisation aus, wenn wir gerne darin Arbeiten?“

Machen Sie sich ein Bild und handeln Sie!

Ein Bild ohne Handlung bleibt ein Traum

Fangen Sie möglichst früh an zu handeln. Zeigen Sie Ihre Veränderung. Damit können Sie die Unentschlossenen und Ängstlichen mit ins Boot holen. Wenn Ihr Ziel mehr Offenheit ist, überlegen Sie, wie Sie offener sein können. Sollte Ihr Ziel mehr Gradlinigkeit sein, seien Sie gradliniger….

Motivieren Sie auch ihre Mitarbeiter Ihren Worten und Bildern Taten folgen zu lassen. Einige werden zu einem weniger gewünschten Ziel führen. Das kann korrigiert werden. Andere werden genau ins Schwarze treffen.

Sobald Sie beziehungsweise Ihre Mitarbeiter handeln und miterleben wie das Bild sich manifestiert wird die Eigenmotivation steigen.

Tipps und Tricks

Tipps und Tricks

Machen Sie ein Bild von Ihrer Leitungsrolle nach den oben dargestellten Fragen. Wenn möglich wiederholen Sie dieses Vorgehen täglich. Die geeignetsten Zeiten hierfür sind vor „dem Schlafen gehen“ und „nach dem Aufwachen“. Zu diesen Zeiten ist Ihr Unterbewusstsein besonders empfänglich für innere Bilder.

Starten Sie, vor allem bei größeren Veränderungen, mit einer Auswahl von Mitarbeitern, die Sie mit in Ihr Vertrauen ziehen.

Reflektieren Sie, wenn möglich wiederum täglich: „Wie hätte ich dieses Team, die Organisation gerne?“; „Wie weit bin ich (sind wir) bisher gekommen?“; „Was könnte ein guter nächster Schritt sein?“ Planen Sie hierfür nicht zu viel Zeit ein. Fünf bis zehn Minuten reichen voll und ganz.

Sobald Ihr Team involviert ist, setzten Sie die Reflexion auf die Tagesordnung jeder Teamsitzung. Auch hier sollten 15 bis maximal 20 Minuten nicht überschritten werden.

Lassen Sie den Bildern Handlungen folgen. Seien Sie Vorbild für die Veränderung, die Sie sich wünschen. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter es Ihnen gleich zu tun.

Weiterlesen

Führen mit Hirn – S. Purps-Pardigol

Die Kunst der Selbstführung – B. Bensmann

Links

Einfach visualisieren lernen

Hier geht es zur Übersicht der Methoden.

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